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Europawahl: Diskussion mit den Spitzenkandidat*innen

Am 07.05 gibt es die Möglichkeit an der Uni Wien mit den Spitzenkandidat*innen der Europawahl über die Zukunft der EU zu diskutieren und zu erzählen, welches Europa ihr wollt. Es bietet aber auch die Möglichkeit kritische Fragen zu stellen. Von den Kandidierenden werden anwesend sein:

  • Werner Kogler (Grüne)
  • Evelyn Regner (SPÖ)
  • Othmar Karas (ÖVP)
  • Claudia Gamon (NEOS)
  • Johannes Voggenhuber (1Europa)
  • Harald Vilimsky (FPÖ)

Alle näheren Informationen und die Anmeldung dazu findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/350437868923416/

Es ist wieder Donnerstag!

Zum 25. mal geht es am Do!nnerstag auf die Straße. Im Zuge des sich zum zehnten mal jährenden Uni brennt Jubiläums steht die Demo dieses mal unter dem Banner der Forderungen nach einer vertretbaren Hochschulpolitik, einem hürdefreien Universitätszugang und gegen Bildungselitärismus.

Natürlich werden wir wieder einmal dabei sein und hoffen auch auf große Anteilnahmen/Anwesenheit von eurer Seite.

Für weitere Infos klicke hier!



Vera-Seminar 11.04

Am 11.04 gibt es wieder ein Vera-Seminar. Dieses Mal zu dem Thema “Annual carbon-14 variability in tree-rings: Causes and what does this mean for the calibration curve?”. Das Seminar beginnt um 16:30 im Victor-Franz-Hess Hörsaal, 1090 Wien, Währinger Strasse 17, 1. Stock.

NATO Agression “Allied Force”

Am Sonntag, dem 24.03, war der 20. Gedenktag der Opfer der Operation “Allied Force”. Diese offensive Militäroperation gegen Jugoslawien war die erste der NATO, außerhalb eines Bündnisfalles und ohne ein UN-Mandat. Damit verstieß die “Allied Force” Operation sowohl gegen das Völkerrecht, als auch gegen die eigenen Prinzipien der NATO, wie der folgende Auszug aus ihrer offiziellen Seite zeigt.[3]

Die NATO engagiert sich für die friedliche Lösung von Konflikten. Doch wenn diplomatische Anstrengungen scheitern, hat sie die militärische Macht, Operationen des Krisenmanagements durchzuführen. Diese erfolgen im Rahmen der Beistandsklausel im Gründungsvertrag der NATO – Artikel 5 des Washingtoner Vertrags – oder mit einem Mandat der Vereinten Nationen, entweder allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Ländern und internationalen Organisationen.

Der Artikel 5 des Washingtoner Vertrags besagt, dass im Falle eines Angriffes gegen eine Partei der NATO die restlichen Mitglieder zur Hilfe bei der Selbstverteidigung verpflichtet sind.[4]

Und obwohl keine dieser Kriterien zutrafen, leitete die NATO am 24.03.1999 den Angriff gegen Jugoslawien ein. Als vermeintliche Begründung für die Durchführung dieser Operation wurde die Nichtunterzeichnung des Vertrags von Rambouillet, einem Entwurf eines Friedensvertrags genannt. Diese Tatsache hat man verwendet, um zu zeigen, dass die jugoslawische Regierung keine diplomatische Lösung wollte. Jedoch waren viele Politiker der damaligen Zeit der Meinung, der vorgeschlagene Friedensvertrag wäre für Jugoslawien unannehmbar und er diene rein der Findung eines Kriegsgrundes. Der ehemalige SPD-Abgeordnete Hermann Scharr sagte dazu: “Es war unrichtig von der Bundesregierung, zu glauben und dem Parlament und der Öffentlichkeit zu suggerieren, dieser Vertrag hätte von Belgrad jemals unterschrieben werden können; selbst ein gemäßigter serbischer Politiker an der Stelle von Milosevic hätte diesen Text niemals unterzeichnet.” US Politikwissenschaftler Henry Alfred Kissinger sagte zum Vertrag von Rambouillet sogar, es handle sich um reine Provokation von Seiten der NATO.[5]

Dies war die erste Aktion dieser Art, die die NATO je durchgeführt hat; ohne Mandat, ohne Angriff und, je nach Auslegung, ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Nun erhebt sich eine neue Organisation, die sich an ähnliche Prinzipien und Strukturen zu halten vorhat: die Europaarmee. 
Im Rahmen des EU-Projektes PESCO (PErmanent Structured COoperation) wurde die Umsetzung dieser bereits davor vielfach diskutierten Idee in Angriff genommen. Eines der vielen Ziele dieses Projektes war es, die durch das Verlassen der EU durch die Vereinigten Königreiche geschwächte EU stärker aneinander zu binden und einen neuen Geist der Kooperation aufflammen zu lassen. Lediglich drei Mitgliedsstaaten haben dieses Projekt noch nicht unterstützt: Malta, Dänemark und das sich im Verhandlungschaos befindende Großbritannien. Doch so nobel und solidarisch die Ziele dieses Projektes zu sein scheinen, zeigt sich deutlich, dass selbst Militiärorganisationen, die an das größte interstaatliche Gremium der Welt gebunden sind, in der Lage dazu sind, moralisch fragwürdige Taten im Namen einer “humanitären Intervention” durchzuführen. 

Unter diesem Licht sollte die Europaarmee ein sehr vorsichtig behandeltes Thema sein, für welches der Wunsch nach stärkerem inneren Zusammenhalt vielleicht nicht der alleinige Existenzgrund sein sollte. Auch die zusätzliche Aufrüstung, die durch ein Verteidigungsbudget von 3% des GDP der Mitgliedsstaaten – eine Verdopplung des momentanen Militärhaushaltes von Österreich – ermöglicht wird, ist schwer Vereinbar mit einer Zukunftsvision, die auf Frieden eingestellt ist.

Quellen:

[1] https://derstandard.at/1237228148473/Nachlese—23-Maerz-2009-Vor-zehn-Jahren-fielen-Nato-Bomben-auf-Serbien
[2] https://www.derstandard.de/story/2000100063119/20-jahre-nato-operation-sirenen-in-belgrad-rauch-im-kosovo
[3] https://www.nato.int/nato-welcome/index_de.html
[4] https://www.nato.int/cps/en/natohq/official_texts_17120.htm?selectedLocale=de
[5] http://www.russialist.org/archives/3365.html##7
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_zur_Selbstverteidigung
[7] https://www.unric.org/de/charta#kapitel1
[8] https://derstandard.at/58388/Der-militaerische-Annex-B-zum-Rambouillet-Vertrag
[9] http://archiv.friedenskooperative.de/themen/inter-54.htm

IAPS Exchange Program

Die IAPS(International Asossiation of Physics Students) National Comitee Hungary organisiert dieses Semester ein exchange Programm. Vom 11.04-14.04 kann man nach Budapest fahren, um dort spannende Laborbesuche, Vorträge, uvm. zu besuchen. Dabei wird aber auch die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden und mit anderen Physik Studierenden aus anderen Universitäten soziale Aktivitäten zu unternehmen nicht zu kurz kommen.
Im Anhang findest du das Programm für die 4 Tage.

Solltest du dir denken “Ja, das ist was für mich”, dann kannst du dich hier anmelden: http://mafihe.hu/german-exchange-program-2019-april/

Moderne Sklaverei

Moderne Sklaverei, oder wie es bei uns anscheinend gennant wird, „Arbeitspflicht“ ist für Sozialministerin Hartiger-Klein in Österreich durchaus denkbar. Unterstützt wird dieses Vorhaben auch von Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Bundeskanzler Sebastian Kurz, der es als ein “Muss” bezeichnet.

Dass das gegen die Genfer Flüchtlingskonvention verstößt, ist ihnen anscheinend egal, obwohl diese nicht nur von Österreich mitunterzeichnet wurde, sondern auch einen Grundstein unseres humanistischen Denkens bilden sollte. So steht in Artikel 17 der Konvention, dass “jedem Flüchtling, der sich rechtmäßig in ihrem Gebiet aufhält, die günstigste Behandlung [zu gewähren ist], die den Staatsangehörigen eines fremden Landes unter den gleichen Umständen” gewährt wird. Allerdings zwingen wir selbst bei ungünstigster Behandlung keine andere Bevölkerungsgruppe, verpflichtende Arbeit zu leisten.

Auch die Ablehnung dieses Vorhabens durch Justizminister Moser ist alles andere als vehement oder eindeutig; bei einem Interview vor Beginn des Ministerrates am Mittwoch sagte er, dass er “momentan keine Notwendigkeit” dafür sehe, da für Flüchtlinge, die Arbeit verweigern, bereits jetzt laut geltender Rechtslage Sozialleistungen gestrichen werden könnten.

Aber selbst diese zurückhaltende Aussage dürfte zu eindeutig für Sebastian Kurz gewesen sein, der noch am selben Tag Mosers Aussage relativierte: “[Moser] hat gesagt, dass es keinen Bedarf an Gesetzlichen Änderungen gibt, […] eine andere Form der Zuspitzung entspricht nicht dem, was [Moser] gesagt hat.” Weiters sieht “auch die Sozialministerin” das so.

All das ist furchtbar. Genauso schlimm ist jedoch die erneute Ausweitung des sozial Akzeptablen, das Teil einer groß angelegten Serie aus Provokationen mit anschließendem Zurückrudern ist. Jedes einzelne Mal ist der Aufschrei der Oppositionsparteien laut, doch wird er auch jedes Mal mehr und mehr Teil des Alltagsgeschehens. Um so wichtiger ist es hier, dass wir als Bevölkerung zeigen, dass es eine Grenze gibt, die man nicht überschreiten sollte: die der Menschenrechte.

Quellen: Genfer Flüchtlingskonvention

https://derstandard.at/2000099836027/Hartinger-Kleins-Vorstoss-fuer-Arbeitspflicht-fuer-Fluechtlinge-sorgt-fuer-Empoerung

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5598284/HartingerKlein-ueberlegt-Arbeitspflicht-fuer-anerkannte-Fluechtlinge

Gravitation and quantum mechanics Vortrag

Heute, am Freitag 15. findet um 18:00 in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien) im Theatersaal ein Vortrag von Marc Henneaux “Gravitation and quantum mechanics: the biggest crisis in modern physics?” statt.

Im zuge dieses Vortrages werden die Herausforderungen an die moderne Physik beleuchtet, Quantenmechanik und Gravitation umfassend zu beschreiben.

Nährere Informationen findet ihr hier.

Ausgangsverbot für die jüdische Bevölkerung!

Wie wir Alle wissen, ist die Menschheitsgeschichte da, um aus ihr lernen zu können. Besonders die Geschichte des zweiten Weltkrieges sollte hier in Österreich gut studiert werden, um eventuelle Warnzeichen früh zu erkennen und somit eine Wiederholung dieser menschenunwürdigen Ereignisse zu verhindern. Ein solches mögliches Warnzeichen ist der schrittweise Freiheitsentzug gewisser Menschengruppen.

Im Jahre 1938 zum Beispiel wurde ein Ausgehsverbot für Juden (siehe Abb.1) von 20 Uhr bis 6 Uhr eingeführt. Das kommt vielleicht nicht an die Grausamkeit der weiteren Gesetze im Verlauf des zweiten Weltkrieges ran, doch es war ein Schritt in diese Richtung.
Ein Schritt in Richtung Desensibilisierung der Bevölkerung.
Ein Schritt in Richtung Freiheitsraub der Jüdischen Bevölkerung.
Und ein Schritt in Richtung Katastrophe.

Um zu verhindern, dass die Vergangenheit zur Gegenwart wird, ist es wichtig solche Gesetze zu erkennen und zu unterbinden!

Nur zu gut, dass in der heutigen Zeit ein solches Gesetz, ein Ausgangsverbot (heutzutage auch gerne Hausordnung genannt) nicht denkbar ist. So wie es nicht möglich ist, dass sich die Geschichte wiederholt.
Das ist einfach nicht möglich.

Oder doch?

Abb.1: Ausgehverbot für Juden

Großdemo 15.12

Inzwischen ist Schwarz-Blau  schon ein Jahr im Amt. Und wir sind mehr als unglücklich mit der Politik, die sie bis dato betrieben haben!

Deshalb ist es wiedermal an der Zeit ihnen unseren Unmut zu demonstrieren und ihnen zu zeigen, dass wir mit ihnen nicht zufrieden sind! Daher werden wir mit allen die mitkommen wollen am Samstag (15.12) zur Großdemo gegen FPÖ/ÖVP gehen.

Wir treffen uns um 13:00 in der Aula der Physik Fakultät. Bedenkt, dass man samstags nur über die Boltzmanngasse 1 und dann durch die Tür neben unserem Kammerl in die Uni kommt. Wir werden dann alle zusammen zur Demo gehen die um 14:00 beim Westbahnhof startet.

Preis für gute Lehre – Plenum

Am Montag den 10.12 um 19:30 findet im Kurt-Gödel Hörsaal ein Plenum statt, wo wir alle zusammen entscheiden können, wer von den von euch abgestimmten fünf ununterscheidbar guten Lehrenden den diesjährigen Preis für gute Lehre erhalten soll.

Die lehrende Person die den Preis gewinnt, erhält dann 2000€, welche wieder der Lehre gewidmet werden müssen.
Je mehr Studierende kommen, desto mehr Erfahrungen und desto besser können Alle zusammen eine gute Entscheidung treffen!

Wenn du also zur guten Lehre auf unserer Fakultät mithelfen und deine Meinung sagen willst, dann komm vorbei und diskutiere mit! 🙂

PS: Wir wollen mit diesem Preis aufzeigen, dass die Lehre in der wissenschaftlichen Welt sehr wichtig ist! Natürlich ist eines unserer Ziele, den zuständigen Menschen klarzumachen, wohin mehr Geld fließen muss (mehr Tutoriumsstunden, Ausstattung der Hörsäle & Hochschulen, mehr Stellen für Lehrende,…) – dass es kaum Dauerstellen gibt, einen unglaublich hohen Publikations- bzw. Leistungsdruck und viele unbezahlte außervertragliche Verpflichtungen ist absolut nicht vertretbar!
Wir hoffen, dass unser Preis für gute Lehre die Zeit bis zu einer echten Besserung der Bedingungen zumindest ein bisschen besser macht.