{"id":8731,"date":"2018-10-05T17:44:57","date_gmt":"2018-10-05T15:44:57","guid":{"rendered":"https:\/\/physik.nawi.at\/?p=8731"},"modified":"2018-10-05T17:58:37","modified_gmt":"2018-10-05T15:58:37","slug":"gehts-der-forschung-gut-gehts-uns-allen-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/physik.nawi.at\/index.php\/gehts-der-forschung-gut-gehts-uns-allen-gut\/","title":{"rendered":"Geht&#8217;s der Forschung gut, geht&#8217;s uns allen gut!"},"content":{"rendered":"<p>Vorgestern kam ein <a href=\"https:\/\/intern.newsletter.univie.ac.at\/interner-newsletter-neu\/oktober-2018\/?no_cache=1\">Newsletter aus dem Rektorat<\/a>[1]. Auch im <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000088613771\/Uni-Wien-schraenkt-Zugang-ab-2019-weiter-ein\">Standard<\/a>[2] konnten wir es alle nachlesen:<\/p>\n<p>Die Uni Wien wird <strong>mehr zugangsbeschr\u00e4nkt<\/strong>. Als n\u00e4chstes sind Chemie, Jus, Anglistik, Translationswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie dran. Aber warum eigentlich?<\/p>\n<p>Mit dem <strong>Budgetplus von 207 Millionen Euro<\/strong> k\u00f6nnte die Uni Wien zum Beispiel neue Laborpl\u00e4tze auf der Chemie schaffen, anstatt diese zu beschr\u00e4nken. Sie k\u00f6nnte H\u00f6rs\u00e4le ausbauen, anstatt uns davon abzuhalten, was zu lernen.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne des Rektorats:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>&#8220;Aufgrund der zus\u00e4tzlichen Finanzmittel ergeben sich gro\u00dfe Chancen, aber auch erhebliche Verpflichtungen: es k\u00f6nnen zukunftsorientierte Akzente in der Forschung gesetzt werden, (&#8230;) \u00dcber die Ausschreibung von Professuren und TT-Professuren und weiteres zus\u00e4tzliches Personal k\u00f6nnen zudem die Studienbedingungen verbessert werden.&#8221;<\/em>[1]<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind gerade 40 neue Professuren und 30 neue TT-Professuren geplant. Viele wissen dabei nicht: Das <strong>Mitspracherecht der Studierenden<\/strong> bei diesen neuen Stellen ist nur\u00a0<strong>kaum vorhanden<\/strong> und da passiert es leider zu oft, dass die Qualit\u00e4t der Lehre darunter leidet. Ganz nach dem Motto &#8220;Geht&#8217;s der Forschung gut, geht&#8217;s uns allen gut&#8221;.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>&#8220;In F\u00e4chern, in denen die Studienbedingungen nicht optimal sind, muss sich das Betreuungsverh\u00e4ltnis verbessern. Au\u00dferdem gibt der Bund vor, dass wir uns auf die Aufrechterhaltung und St\u00e4rkung der internationalen Konkurrenzf\u00e4higkeit konzentrieren.&#8221;<\/em>[2]<\/p>\n<p>Der einzig sinnvolle Weg, das Betreuungsverh\u00e4ltnis zu verbessern, ist die Aufstockung des Lehrpersonals &#8211; nicht die K\u00fcrzung der Studierenden! Die Aussage von Rektor Engl bzgl internationaler Konkurrenzf\u00e4higkeit hier ist sehr l\u00e4cherlich, wenn wir gleichzeitig zuschauen m\u00fcssen, wie die Barriere f\u00fcr die Zulassung von Studierenden aus Drittstaaten an der Uni Wien immer h\u00f6her wird[3].<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>&#8220;Das hei\u00dft, es muss sich niemand f\u00fcrchten. Wer sich [auf den Aufnahmetest] ordentlich vorbereitet, hat gute Chancen.&#8221;<\/em>[2]<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen alle jetzt schon sehen, was es bedeutet, sich nicht vor Aufnahmetests f\u00fcrchten zu m\u00fcssen, wenn wir uns nur genug vorbereitet haben. Schon jetzt h\u00e4ngt es sehr vom Einkommen von uns und unseren Eltern ab, ob wir studieren gehen k\u00f6nnen. Vorbereitungskurse f\u00fcr Aufnahmetests kosten ein Verm\u00f6gen[4] und so passiert es immer mehr, dass nur noch diejenigen studieren k\u00f6nnen, die sich&#8217;s leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Offensichtlich w\u00fcnscht sich die Uni Wien eine Universit\u00e4t ohne diese l\u00e4stigen Studierenden, damit noch mehr in die Forschung investiert werden kann, um mehr Geld zu bekommen und bei Uni-Rankings h\u00f6her aufsteigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wir sind aber hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wir setzen uns f\u00fcr einen freien und offenen Hochschulzugang ein[5]!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1]\u00a0https:\/\/intern.newsletter.univie.ac.at\/interner-newsletter-neu\/oktober-2018\/<br \/>\n[2]\u00a0https:\/\/derstandard.at\/2000088613771\/Uni-Wien-schraenkt-Zugang-ab-2019-weiter-ein<br \/>\n[3]\u00a0https:\/\/www.oeh.univie.ac.at\/aktuelles\/stories\/studiengebuehren-universitaet-wien-fuer-studierende-aus-vielen-laendern-verdoppelt und\u00a0https:\/\/oeh.univie.ac.at\/aktuelles\/stories\/aenderung-der-zulassungsbestimmungen-fuer-ausserordentliche-studierende-untragbar und\u00a0https:\/\/oeh.univie.ac.at\/aktuelles\/stories\/uni-wien-aendert-deutschnachweis-von-b2-auf-c1 und so weiter.<br \/>\n[4]\u00a0https:\/\/www.studentenkurse.at\/standorte\/wien\/kurse\/medizin\/medat-h-vorbereitungskurs-kognitiver-teil\/uebersicht<br \/>\n[5]\u00a0https:\/\/physik.nawi.at\/index.php\/warum-sind-wir-fur-studienplatzfinanzierung-aber-gegen-zugangsbeschrankung\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorgestern kam ein Newsletter aus dem Rektorat[1]. 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