{"id":12289,"date":"2021-01-07T11:40:31","date_gmt":"2021-01-07T10:40:31","guid":{"rendered":"https:\/\/physik.nawi.at\/?p=12289"},"modified":"2021-01-10T19:02:51","modified_gmt":"2021-01-10T18:02:51","slug":"studierendenversammlung-universitatsgesetznovelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/physik.nawi.at\/index.php\/studierendenversammlung-universitatsgesetznovelle\/","title":{"rendered":"Studierendenversammlung: Universit\u00e4tsgesetznovelle"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Alle!<\/p>\n<p>Hiermit m\u00f6chten wir euch zu einer <strong>Studierendenversammlung<\/strong> am Dienstag, den <strong>12.01.2021 um 19:00,<\/strong> einladen. Das Thema dieser Versammlung ist die \u00c4nderung des Universit\u00e4tgesetzes, die alle Studierenden betrifft, da dies unsere rechtliche Grundlage ist.<\/p>\n<p>Hier ein<a href=\"https:\/\/eu.bbcollab.com\/guest\/eac82edfe5e541f7a7de7b724c4c06e7\"><strong> Collaborate Link<\/strong><\/a>, um an der Versammlung teilzunehmen.<\/p>\n<p>In der Versammlung werden wir \u00fcber die \u00c4nderungen aufkl\u00e4ren und unsere Stellungnahme dazu vorstellen. Falls du leider nicht an der Versammlung teilnehmen kannst, schicken wir anbei unsere Stellungnahme, die du dir so durchlesen kannst und sie <a href=\"https:\/\/mein.aufstehn.at\/petitions\/stellungnahme-stv-physik-uni-wien-ug-novelle?share=00392fbc-d153-4963-8862-9eeefd743429&amp;source=rawlink&amp;utm_source=rawlink&amp;share=1e42dd4c-0e43-4f0e-b64f-a631309e57dc\"><strong>hier (!!!)<\/strong><\/a> unterst\u00fctzen kannst. Deine Unterschrift gibt unserer Stellungnahme, die wir beim Parlament einreichen werden, mehr Gewicht und zeigt, dass den Studierenden ihre Rechte nicht egal sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hier unsere Stellungnahme zu der Gesetzesnovelle:<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren!<br \/>\nW\u00e4hrend der Corona Pandemie mussten auch Studierende besonders zur\u00fcckstecken. Nicht nur, dass der Umstieg auf Online-Lehre eher schlecht als recht verlief, viele Studierende verloren ihre Arbeitsstellen, hatten zus\u00e4tzliche Betreuungspflichten und mussten dazu mit dem erh\u00f6hten Aufwand der Onlinelehre zurechtkommen [1]. Dies und das Fehlen von sozialer Interaktion haben dazu gef\u00fchrt, dass die psychische Belastung und damit auch die Zahlen psychischer Erkrankungen gestiegen sind.<\/p>\n<p>Gerade im Kontext der Krise und der damit verbundenen Mehrbelastung f\u00fcr Studierende und Lehrende ist es sehr kritisch, dass das Bildungsministerium sich mit einer Novellierung des Hochschulgesetzes befasst, anstatt Hochschulen zu unterst\u00fctzen und die Hochschulangeh\u00f6rigen zu entlasten und damit einen wichtigen Beitrag zur Bew\u00e4ltigung der Krise zu leisten. In unserer Wahrnehmung geht es in der Novelle haupts\u00e4chlich darum, Studierenden eine Ausbildung, statt einer Bildung zu bieten. Der Leistungsdruck wird durch eine Verringerung der verpflichtend anzubietenden Pr\u00fcfungstermine (Zu Z 33 (\u00a7 42a)), Einf\u00fchrung einer Mindest-ECTS-Zahl (Zu Z 78 (\u00a7\u00a7 59a und 59b)) und Entfallen der Nachfrist (f\u00fcr \u00d6H Beitr\u00e4ge und Inskription) und nicht Erneuerung der Zulassung nach viermaligen Nichtbestehen der STEOP erh\u00f6ht. Dadurch wird es f\u00fcr Studierende, die neben einem Vollzeitstudium arbeiten m\u00fcssen, Betreuungspflichten haben, mehrere Studien belegen oder die aus k\u00f6rperlichen oder psychischen Gr\u00fcnden nicht dazu f\u00e4hig sind, all dies zu erreichen, \u00fcber lang oder kurz zu einem Studienabbruch kommen.<\/p>\n<p>Die Regierung hat am Anfang der Novellierung klar festgelegt, was ihr Ziel ist: &#8220;die Weiterentwicklung eines lebensnahen und leistungsbezogenen Studienrechts, das Verbindlichkeit fordert und Studierbarkeit f\u00f6rdert, (..) Drop-outs sollen gesenkt und die Studiendauer verk\u00fcrzt werden.&#8221;<br \/>\nDoch wir fragen uns, wie sie die Studierenden und die Studierbarkeit f\u00f6rdern wollen, wenn sie zum Beispiel die Anzahl der verpflichtenden Pr\u00fcfungstermine von 3 auf 2 reduzieren. Zus\u00e4tzlich legt die Regierung in ihrem Schreiben fest, dass die ECTS-Punkte dem tats\u00e4chlichen Arbeitsaufwand entsprechend gestaltet werden sollen (Zu Z 72 (\u00a7 58 Abs. 12)), aber erst bei einer Neuerstellung eines Curriculums. Hinzu kommt, dass ECTS einfach nicht geregelt werden k\u00f6nnen, da der tats\u00e4chliche Arbeitsaufwand von Person zu Person und von Studium zu Studium unterschiedlich ist. Einmal mehr sieht man hier die Orientierung von Bildung zur Ausbildung, die wir an Universit\u00e4ten fehl am Platz sehen.<\/p>\n<p>Universit\u00e4ten sollen soziale Wirkungsst\u00e4tten sein, in denen offener Diskurs und Austausch von Menschen mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden und Weltbildern stattfinden kann. Dies ist notwendig, um eine Gesellschaft zu formen, die demokratisch und aufgeschlossen ist. Wir sehen dies durch die Universit\u00e4tsgesetzesnovelle gef\u00e4hrdet und wollen uns hiermit stark gegen diese aussprechen!<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wollen wir trotzdem das Positive an dieser Gesetzesnovelle hervorheben: es wird ein drittes Geschlecht anerkannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1] https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20201029_OTS0082\/studieren-unter-corona-oeh-uni-wien-ortet-grosse-missstaende-im-distance-learning<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Alle! 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