{"id":10116,"date":"2019-05-09T20:00:16","date_gmt":"2019-05-09T18:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/physik.nawi.at\/?p=10116"},"modified":"2019-05-09T10:57:12","modified_gmt":"2019-05-09T08:57:12","slug":"keinenmillimeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/physik.nawi.at\/index.php\/keinenmillimeter\/","title":{"rendered":"#KeinenMillimeter"},"content":{"rendered":"\n<p>Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Irland mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit f\u00fcr die Abschaffung des Abtreibungsverbot gestimmt haben. Nun sieht es so aus, als ob bei uns der Pendel wieder in die andere Richtung schwingen w\u00fcrde; Im Rahmen der Initiative #fair\u00e4ndern, die von den Regierungsparteien \u00d6VP und FP\u00d6 unterst\u00fctzt wird, soll der Sp\u00e4tabbruch verboten werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Sp\u00e4tabbruch dient dazu, im Falle einer schweren geistigen oder k\u00f6rperlichen Behinderung die Abtreibung auch nach dem 3. Monat zu erm\u00f6glichen. Dieser wird von der Petition #KeinenMillimeter unterst\u00fctzt, die sich zum Ziel gesetzt hat, keinerlei R\u00fcckschritte bei den reproduktiven Rechten zuzulassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzt von radikalen, christlichen Abtreibungsgegnern ist die Initiative #Fair\u00e4ndern mit Akteur*innen verkn\u00fcpft, die zum Beispiel die angebliche Existenz eines sogenannten \u201ePost-Abortion-Syndroms\u201c als Schockmittel benutzen. Jenes Syndrom soll zu lebenslangen k\u00f6rperlichen Beschwerden durch einen Schwangerschaftsabbruch f\u00fchren; Beweise gibt es keine. Auch die Vorsitzende von #Fair\u00e4ndern ist kein unbeschriebenes Blatt, so warbt sie als Sprecherin von \u201eJugend f\u00fcr Leben\u201c daf\u00fcr, den Widerstand nicht aufzugeben bis \u201eAbtreibungen undenkbar werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch von professioneller Seite gibt es heftige Kritik gegen\ndie Abschaffung, denn sie k\u00f6nnte unter Umst\u00e4nden sogar zu mehr Abtreibungen\nf\u00fchren: Viele Untersuchungen \u00fcber die Gesundheit des Kindes k\u00f6nnen gar nicht\nfr\u00fch genug durchgef\u00fchrt werden, damit ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der\nersten 3 Monate m\u00f6glich w\u00e4re, was dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass die Prozedur quasi\n\u201ezur Sicherheit\u201c durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Auch m\u00fcssen die psychologischen Konsequenzen\nin Betracht gezogen werden, unter den viele Frauen* leiden w\u00fcrden, so\nPsychologin Karin Tordy.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieses Selbstbestimmungsrecht zu behalten, k\u00e4mpft #KeinenMillimeter gegen diese Trends an. Mit einem Appell and das Vertrauen in Frauen* und ihre Entscheidungen setzen sie die Arbeit fort, die uns urspr\u00fcnglich zu den momentanen gesetzlichen Errungenschaften gef\u00fchrt hat. Ich hoffe, dass sich unsere Gesellschaft einmal mehr zu diesen Werten bekennt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Petition kann unter folgendem Link unterschrieben werden: <a href=\"https:\/\/mein.aufstehn.at\/petitions\/keinenmillimeter\">https:\/\/mein.aufstehn.at\/petitions\/keinenmillimeter<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Irland mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit f\u00fcr die Abschaffung des Abtreibungsverbot gestimmt haben. 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